2009-04-07
unkultur twittert
Und zwar
ausschliesslich. Ganz radikal. Und wenn sie auch dazu keine Lust mehr hat, verstummt sie ganz.
2009-03-21
Ich habe auch Migrationshintergrund!
Als Schweizerin mit Binnenmigrationshintergrund protestiere ich heftig dagegen, dass man mich als Schweizerin OHNE Migrationshintergrund klassiert. Ja, ich fühle mich diskriminiert!
Um das ein für alle Mal klarzustellen: Mein Vater ist aus dem Misox nach Zürich migriert, meine Mutter aus Boncourt im Kanton Jura (entgegengesetzter könnten die Herkunftsorte kaum sein), und gemeinsam haben sie den Vorurteilen getrotzt, denen sie als Fremde hier ausgesetzt waren. Selbst wenn sie bloss aus Schlieren bzw. Uster immigriert wären, würden diese wenigen exotischen Orte die Tatsache ändern, dass sie immigriert sind? Ohne ihre Immigration würde es mich nicht geben!
Deshalb, liebe Schweizerinnen und Schweizer mit Binnenmigrationshintergrund, wehrt Euch! Lasst nicht zu, dass Euer Migrationshintergrund totgeschwiegen wird!
2009-02-13
Wimpernzange
Lieber Leser Nr. 1, lieber Leser Nr. 2,
(das habe ich
von Beta abgekupfert, ich geb’s zu, und jetzt könnt Ihr Euch streiten, wer die Nr. 1 ist und wer die Nr. 2)
An ihrem zweiten Geburtstag geht
unkultur in sich und denkt nach, ob wohl
unkultur nützlicher sei als beispielsweise – eine Wimpernzange. (Ich besitze keine Wimpernzange.)
Ausserdem geht
unkultur ein paar Tage unter die Offliner und kann daher allfällige Gratulations-Kommentare nicht entgegennehmen. Falls Euch in der Zwischenzeit langweilig wird, könnt Ihr ja
das lesen.
2009-01-04
Rekorde gebrochen
Das Jahr ist noch jung, und bereits hat unkultur diverse Rekorde gebrochen:
- Ihren eigenen Rekord im Dauerhusten (schätzungsweise 7.5 Std.)
- Ihren eigenen Rekord im Nichtkonsumieren von Kultur (ca. 7.5 Tage)
- Die Temperatur, bei der sie den Jahreswechsel im Freien verbracht hat (-7.5 Grad)
- Die Zeitspanne, die sie es auf ihrer unbeliebtesten Website* aushält (7.5 Millisekunden)
Unter diesen vielversprechenden Vorzeichen wünscht unkultur ihren treuen Lesern sowie ihren treuen Nichtlesern ein frohes neues Jahr!
*man darf raten
2008-02-10
Das Einjährige / Veränderungen
In wenigen Tagen feiert unkultur das einjährige Jubiläum. Ich weiss, andere Blogs können auf mehrere Jahre zurückblicken, aber ein Jahr konstant bloggen ist schon mal ein guter Anfang, daher die Feierstimmung!
Der richtige Zeitpunkt, um eine Veränderung anzukündigen: Ab dem 13. Februar – dem Jahrestag – wird hier nicht mehr wie gewohnt 4-5mal pro Woche gebloggt, sondern nur noch 1-2mal.
Ich, unkultur, würde ja gerne in hoher Frequenz weiterbloggen, aber die Person aus Fleisch und Blut, die hinter mir steht, pfeift mich aus zwei Gründen zurück:
1) Sie hat ein randvolles Pensum wie schon lange nicht mehr:
1 80%-Job mit Herzblut + 1 spannender 20%-Job (in Kürze, wahrscheinlich)
+ 1 Kulturprojekt (%-Zahl unbekannt) + 1 regelmässige journalistische Verpflichtung + 1 Weiterbildung + 1-2 Engagements in Netzwerken. Plus die Überreste eines Soziallebens und einiger Hobbies. Und natürlich unkultur.
2) Obwohl die Besucherzahlen des Blogs seit dem Start kontinuierlich auf über 13'000 pro Monat stiegen, gab es in letzter Zeit nicht mehr so viele Reaktionen wie auch schon. Das kann an einem sinkenden Bedarf für die immergleichen Themen oder an einer Qualitätsminderung des Blogs liegen – so oder so ist es das Signal dafür, vorübergehend die Aktivität herunterzuschrauben und sich ein neues Vorgehen zu überlegen.
unkultur wird erhalten bleiben, ob in dieser Form (vorläufig auf jeden Fall) oder in Form eines andern Blogs, das wird sich herausstellen. Ich danke allen Blogger-Kollegen, Kommentatoren, aktiven und passiven Lesern für ihre Kommentare, Anregungen und Kritik während des vergangenen Jahres!
2008-01-19
Weshalb sich ein (anonymer, schwer schubladisierbarer) Blogger nicht ernst nehmen sollte
Am Beispiel von
unkultur:
Würde
unkultur unter ihrem bürgerlichen Namen als anerkannte Expertin zu einem klar umrissenen Themenkreis bloggen wie beispielsweise der Kollege vom
Kulturmanagment-Blog, könnte sie sich gefahrlos ernst nehmen, denn hinter dem Online-Profil würde nahtlos die gefestigte, durch die Materie erdgebundene Persönlichkeit stehen. So aber schwebt
unkultur irgendwo im Cyberspace – da ist es sicherer, sich nicht allzu viel Ernsthaftigkeit/Ballast aufzuladen.
Wenn
unkultur ihre Online-Identität ernst nehmen würde, wäre sie inzwischen schizophren geworden. Allerdings ist es auch notwendig, diese Identität mit viel Liebe zum Detail zu pflegen, da sie sonst verschwommen bleibt. Eine Gratwanderung.
Wenn
unkultur ihre Online-Identität ernst nehmen würde, wäre sie mit Garantie depressiv geworden, denn: (1) Sie wird absurden Vorwürfen ausgesetzt und kann diese nicht widerlegen, indem sie ihre Erfahrungen aus dem Offline-Leben ins Feld führt. (2) Sie wird von ihrem Lieblingskommentatoren boykottiert, weil sie böse zu ihm war. (3) Sie wird mit Bildern von Kühlschränken mit saurer Milch drangsaliert.
Aber glücklicherweise ist
unkultur unfähig, sich ernst zu nehmen. Deshalb erfreut sie sich nach wie vor einer robusten psychischen Konstitution.
2008-01-14
Die unkultur-Sekte
Der
Heilsversprechen-Beitrag löste eine witzige Reaktion aus: Man schlug
unkultur vor, eine Sekte zu gründen. Ich finde diese Idee bestechend (und gar nicht so abwegig; schliesslich gibt es auch eine
Monarchie in der Blogwelt). Da könnte ich mich auf das Verbreiten meiner Botschaft via Blog konzentrieren und alle lästigen Arbeiten wie Haushalt, Brotjob und das Schreiben von Kommentaren meinen Anhängern übertragen.
2007-11-03
Geschmeichelt oder bedrängt?
Seit einiger Zeit erhalte ich immer häufiger zwei Sorten von Mails: (1) Kultur- oder Veranstaltungshinweise mit der Bitte, diese zu publizieren. (2) Bitten um Ratschläge in kulturellen Belangen. Ist ja eigentlich beides schmeichelhaft.
Weil ich dazu bisher noch keine Regel aufgestellt habe, liess ich mich erweichen und habe einige dieser Mails beantwortet, und habe das sogar gern getan, auch wenn ich in den meisten Fällen nicht weiterhelfen konnte. Aber in Zukunft muss ich knallhart sein: Ich werde solche Mails nicht mal mehr öffnen.
Nicht dass
unkultur ein Misanthrop wäre. Aber diesen Weblog schreibe ich in meiner Freizeit und werde dafür nicht bezahlt. Ich kann nicht noch mehr Zeit dafür aufwenden und meine
unkultur-Mailbox täglich stundenlang bewirtschaften. Sonst werden mir meine Liebsten in der Offline-Welt irgendeines Tages asoziales Verhalten vorwerfen und mich nötigen, diesen Blog aufzugeben.
Wenn ich im Folgenden auf einen Wettbewerb von
agent-provocateur.ch
hinweise, dann ist das nicht, weil ich mich bestechen liess – versucht es gar nicht erst – oder weil ich inkonsequent wäre (sie haben mir nämlich den Hinweis geschickt, bevor ich die heutige Regel aufstellte), sondern weil sie da ein hübsches Bildchen mit ein paar tollen Wörtern haben, die sich auf meinem Blog gut machen, und weil ich gerade so eine Laune habe. So. Aber bitte, liebe Agents Provocateurs, schickt mir keine weiteren Mails. Ich muss ab heute hart bleiben.
> Jetzt mitmachen! Wettbewerb von agent-provocateur.ch zum Thema „Angst“2007-07-21
unkultur verweigert sich
Nein, ich habe noch nie ein Harry Potter-Buch gelesen, und ich werde auch nie eins lesen. Besonders jetzt nicht.
Ich sehe mir keine Harry Potter-Filme an.
Ich habe „Titanic“ nicht gesehen.
Ich würde unter keinen Umständen Bücher wie „Die weisse Massai“ lesen.
Ich lese keine News über Paris Hilton & Co.
Ich höre kein Radio (ausser Nur-Musik-Onlineradios).
Ich besitze keinen Fernseher und habe auch nicht vor, in naher Zukunft einen zu besitzen.
Ich lese den Blick nicht.
Ich gehe nicht in die angesagten Clubs in Zürich.
Ich reise nicht nach Cuba.
Ich verweigere mich.
Das musste ich jetzt mal loswerden.
2007-07-10
Neues Titelbanner, inspiriert von Spoonfork
Wie Ihr vielleicht schon bemerkt habt, hat
unkultur ein neues Titelbanner. Inspirieren liess ich mich dazu von
Spoonfork, einem online-Magazin für Design, Musik und anderes. Die haben eine witzige Website, und darauf findet sich – auf Seite 14 des Magazins – die
CD-Cover-Fabrikationsmaschine. Einfach genial! Ich könnte Stunden damit verbringen, CD-Covers hervorzuzaubern.
Leider hat
Spoonfork auf meine Anfrage, ob sie mir ein mit dieser CD-Cover-Fabrikationsmaschine generiertes Titelbanner sponsern würden, nicht geantwortet. Aber ich bin überzeugt, dass sie nichts dagegen haben, wenn ich etwas Werbung für sie mache. Leider sind die ganzen supercoolen Seiten in Flash gehalten, ergo ist kein copy/paste möglich, ergo wurde die Qualität des Titelbanners nicht überragend. Mir gefällt’s trotzdem.
Ich möchte übrigens die Blueblog-Betreiber bitten, die Einstellungen so zu ändern, dass das Banner den ganzen Titelbalken auffüllt; momentan ragen oben und unten ein paar Pixel heraus, auch wenn man das Banner genau in der Grösse hochlädt, die sie empfehlen.
P.S. Perfekt: Ich habe das blaue Standard-Design anstelle des grünen gewählt und festgestellt, dass ich ab sofort meine Links nicht mehr unterstreichen muss - jetzt nehmen sie automatisch eine andere Farbe an.