Das Lächeln des Graffitikünstlers, oder: „Jeder ist ein Künstler“
| Von unkultur @ 00:13 | [ Kluturbanause ] |
Frei nach Beuys – „Jeder ist ein Künstler“ – kann jetzt jeder ein Graffitikünstler sein. Er braucht bloss die Vorlage von c6.org zur Hand zu nehmen. Oder sind die Ausführenden, statt Schöpfende zu sein, unbewusst die Instrumente von c6.org; sind die ahnungslosen Sprayer sogar ein Teil des entstehenden Gesamtkunstwerks?
Das Cabaret Voltaire darf wieder mal geistreich-subversiv und Anti-Etablissement und schockierend sein (das tut es ja am liebsten, und die Behörden beglücken es erneut mit der wunschgemäss empörten Reaktion) – gleichzeitig zeigt diese Aktion aber auch auf, wie sogar etwas durch und durch Subkulturelles im Handumdrehen zur Massenkultur gemacht werden kann. Plötzlich wird Graffiti-Sprayen chic; wie lange wird es dauern, bis es von der Szene entdeckt wird? Wollen wir uns heute Abend auf einen Drink treffen, oder gehen wir lieber ein paar Graffiti produzieren?
Kommentare
2007-05-19 12:03:53
Subventionierte, subversive, subkulturelle Rebellion.



