Gastbeitrag von einem kunstinteressierten Unbekannten
Im Rahmen der
Sommerblogwichtel-Aktion des Blogs just-mine habe ich einen Gastbeitrag für einen anderen Blog geschrieben und nun auch von einem unbekannten Blogger einen Gastbeitrag für
unkultur erhalten. Hier ist er:
Obwohl ich selbst weit davon entfernt bin, ein Kunstkenner zu sein und bloß davon träume, mich Künstler nennen zu dürfen, sprechen mich viele verschiedene Künste an, ob nun die Musik, Filme, Bildhauerei, Literatur oder die abbildende Kunst bzw. Malerei und Fotografie.
Ich fotografiere selbst gerne und zeige zumindest darin ein kleines Talent.
Hin und wieder nehme ich mir auch die Zeit und male, aber darin fehlt mir leider jegliches Talent. Obwohl ich ganze Bilder im Kopf habe, schaffe ich es nicht, sie auf Papier und Leinwand zu bringen.
Vieles, was heute als "Kunst" verkauft wird, stößt mich eher ab, weil ich mir denke: "Was ist daran das Kunstvolle?"
Was aber nicht bedeutet, daß mir keine moderne Kunst gefällt.
Wie schon eingangs erwähnt, bin ich kein Kenner oder gar Profi, aber ich weiß, was mich anspricht und was ein gewisses Können erfordert. So bin ich sehr empfänglich für die Sprache von Farben und Formen. Das ist auch das Gebiet, in dem ich mich weiterentwickeln möchte. Da ich es nicht vermag, die Natur abzubilden, muß ich mich auf Aussagen "beschränken".
Man kann nur mit Farbe und Formen so viel vermitteln!
Ich kann mich noch gut erinnern, daß ich mich vor ein paar Jahren in einem Möbelhaus in der Bilderabteilung umgesehen habe. Es waren dort schöne Gemälde zu sehen, Kaffeepflückerinnen bei der Arbeit, ein Gartenstilleben, ein Sonnenuntergang in der Wüste... Aber am meisten angesprochen und fasziniert hat mich ein Ölbild, das nur aus Rottönen und etwas Blattgold bestand. Ich stand ca 20 Minuten davor und sah es nur an, bevor ich wieder in die Wirklichkeit zurückfand. Eigentlich bestand es nur aus mehreren roten Vierecken und einem goldenen Quasdrat in der Mitte, aber das war so stimmig, so schön und warm, so harmonisch, ich bedaure noch heute, daß ich nicht die finanziellen Mittel hatte, es zu erwerben.
Leider fehlt mir in Sachen Malerei noch viel Wissen, obwohl ich mir eingutes Buch darüber gekauft habe. Nur leider bin ich aus Zeitmangel immer noch bei der Einführung über die Techniken und Grundsätze der Malerei, und noch nicht bei den diversen Epochen und Künstlern angelangt. Ich bin quasi noch auf Entdeckungsreise und finde immer wieder Künstler, deren Werke mich ansprechen.
Ich mag zwar die Werke mehrerer klassischer Künstler, wie Rembrandt, Monet, van Gogh, Picasso und vor allem Klimt, aber ich entdecke immer wieder, daß es da ja noch so viel mehr gibt. Und auch so viel Zeitgenössisches, das meinem Empfinden nach gut ist.
Ich gehe niemals an Bildern achtlos vorüber, egal, ob nun Foto oder Gemälde, an jedem bleibe ich stehen, sehe es an, lasse es auf mich wirken, entscheide, ob und warum es mir gefällt oder nicht. Auch wenn ich von manchen dafür belächelt werde.
Einer meiner zeitgenössischen Lieblingskünstler ist, wenn leider auch schon sehr medial ausgelutscht, Thomas Kinkade. Eigentlich lehne ich ziemlich vieles ab, das weithin bekannt ist und kommerziell ausgeschlachtet wird, aber dem Zauber der Bilder des "Painter of Light" kann ich mich nicht entziehen. Ich habe das Werk einer seiner Schüler in meinem Eßzimmer hängen (ebay macht´s möglich, ;-)).
Eine andere Künstlerin, deren Bilder mich größtenteils ansprechen, obwohl ihre Welt eine ganz andere ist als meine, ist Elisandra. Sie verkauft ihre Werke auch als Poster.
Über Postcrossing kennenlernen durfte ich auch Petra Tragauer, die mich immer wieder durch ihr Können verblüfft. |
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Bild "la gironde" geliehen von Elisandra |
Und meine Entdeckungsreise geht weiter...
Zu den genannten Künstlern kann
unkultur nur sagen: de gustibus non est disputandum...