2009-10-26

Es ist wieder Event-Hochsaison

Von unkultur @ 22:17 [ Dada (im Alltag) ]
unkultur (Facebook-Chat @ Anna): „Hi Anna, kommst Du am Samstag an Event 1?“
Anna (Facebook-Chat @ unkultur): „Samschtig gaht nöd, da bini wahrschinli am Event 2, aber Friitig = absolute MUST!!!!“
unkultur (Facebook-Chat @ Anna): „Moment, Freitag ist irgendwas...“
Bea (Skype @ unkultur): „hey unkultur! vergiss nicht, dass wir am donnerstag an event 3 wollten!“
Chris (twittert @ Öffentlichkeit): „Don’t miss it! Thursday night: Spectacular Slam DJ Sukriz at Vacuum Club!“
unkultur (Skype @ Bea): „Donnerstag geht doch nicht, da hab ich Chris versprochen, dass wir an Event 4 gehen!“
Bea (Skype @ unkultur): „du musst das verschieben, honey, kannst event 3 unmöglich verpassen!“
Anna (Facebook-Chat @ unkultur): „Was isch jetz mit Friitig? Hesches öppe?“
Domi (Facebook-Statusmeldung @ Öffentlichkeit): „Reminder: Saturday Night unvergessliche Theater-Musikperformance mit dem internationalen Superstar Minimax!“
Anna (Facebook-Chat @ unkultur): „Oder weisch was, wännis mir überlege: Samschtig isch doch besser! OK? Ich reserviers mir!“
Esthi (SMS @ unkultur): „Ciao bella, vergiss nicht, dass wir am Freitag das Fest für Felix organisieren! Bist auf Skype? Ich komm auch gleich“
unkultur (Skype @ Esthi): „Ja, das blockier ich mir jetzt sofort in der Agenda!“
unkultur (halblaut zu sich selbst): „Freitag - oh shit!“
unkultur (E-Mail @ Arbeitskollegen): „Ciao Ivo, könntest Du am Freitag evtl. meine Abendschicht übernehmen? Tausche gegen einen beliebigen Tag nächste Woche. Ausser natürlich Mittwoch, da ist ja Event 5. LG, unkultur“
unkultur (Facebook-Chat @ Anna): „Sag mal, hättest Du nicht Lust, am Samstag stattdessen an Event 6 zu kommen? Wird ne einmalige Sache“
Anna (ist offline)
unkultur (E-Mail @ Anna): „Sag mal, hättest Du nicht Lust, am Samstag stattdessen an Event 6 zu kommen? Wird ne einmalige Sache“
Bea (Skype @ unkultur): „also hör mal, wenn du nicht bald antwortest, geb ich mein gratisticket jmd. anderem“
unkultur (Skype @ Bea): „Noch 1 Sekunde... habe selbst 2 Gratistickets“
Bea (Skype @ unkultur): „ah! wenn du nicht beide brauchst, kann ich eins davon an gabi weitergeben? sie möchte auch mit“
Chris (SMS @ unkultur): „Hey unkultur, you’re on the list, so you better show up on Thu!“
Bea (Skype @ unkultur): „hab jetzt gabi versprochen, dass sie mitkommen kann, ok?“

unkultur (offline): Disconnect, disconnect, disconnect, disconnect.

2009-03-27

Einmalige Aktion für alle Kulturfreunde

Von unkultur @ 19:57 [ Dada (im Alltag) ]
Liebe Kulturfreunde,

Alle, die bis zum 31. März Philipp Meier von ihrer Facebook-Freundesliste entfernen, erhalten von unkultur CHF 28.-* sowie eine Jahresfreundschaft mit Betty Bossi (!) und Arnold von Winkelried (!!!). Eine sensationelle Aktion – profitieren Sie!

Hochachtungsvoll,
unkultur


_________________________
*unkultur ist ein virtuller Charakter; daher virtuelle CHF, versteht sich.

2009-02-24

Wenn Menschen nicht Gedanken lesen können...

Von unkultur @ 20:57 [ Dada (im Alltag) ]
... warum warf mir dann mein Gegenüber im Tram einen vorwurfsvollen Blick zu, nachdem ich ihn nach kurzer Musterung unter „alte intellektuelle Schnapsnasen“ – nicht ohne wohlwollende Konnotation – klassifiziert hatte?


Mögliche Antworten:

- Er kann Gedanken lesen, ist aber in Wirklichkeit keine intellektuelle Schnapsnase, sondern ein strohdummer ex-gedopter Ex-Radrennfahrer.
- Ich hatte aus Versehen laut gedacht.
- Aus einem von vielen möglichen Gründen störte ihn meine Anwesenheit, die Anwesenheit einer sich hinter mir befindlichen Person oder aber die Anwesenheit von Personen im Allgemeinen, wobei sich sein Missfallen der nächstsitzenden Person gegenüber äusserte.

2009-01-26

Mysteriöse Schlagzeilen

Von unkultur @ 23:31 [ Dada (im Alltag) ]
„Türsteher verprügelt IV-Rentner – Arm drohte Amputation“

titelte – der Blick? Nein, der Tages-Anzeiger online aka Newsnetz.

Da unkultur durch eine unerklärliche Blockade daran gehindert wurde, weiterzulesen, rätselt sie jetzt: Was ist da passiert?

Wenn wir uns an die zeitliche Abfolge halten, dann kommt zuerst der Satz mit dem Arm und der Amputation. Sollte das nicht heissen „Arm drohte mit Amputation“? Oder etwa „Der Arme drohte mit Amputation?“. Mit „dem Armen“ ist ja wohl der IV-Rentner gemeint. Also lief das in etwa so ab:

Der Arm eines IV-Rentners machte sich selbständig und drohte einem unschuldigen Türsteher mit Amputation. Daraufhin verprügelte der Türsteher den IV-Rentner.

2009-01-05

Der erste Arbeitstag, erzählt von der global Community (Facebook Poetry)

Von unkultur @ 23:52 [ Dada (im Alltag) ]
Die folgenden Facebook-Statusmeldungen stammen alle von heute, dem ersten Arbeitstag des Jahres, und wurden unverändert übernommen. Lediglich die Reihenfolge wurde angepasst, damit ein nachvollziehbarer Tagesablauf entstand.
Der Tagesablauf der
global Community als Persönlichkeit sozusagen...


... sonnt sich im bett sommerwärts.
... is superchilled, babies.
... is almost certain the holidays were only a dream...
... trinkt Tee.
... is cranberry almond rice pudding.
... has a "climate shock" - in every respect...
... is heading to Ktown. He can't believe it's Monday already. Ah man!
... findets der killer im bus neben einer vertilgten zwiebel sitzen zu müssen!!!
... is cranking the tunes on the way to the office
... fangt emol schüüch aa...
... Back to Bundeshaus...
... is back at work and the CSG stocks are going up.......well done!
... stöbert in seinem Gehirn nach Zellen und pflückt sie, und, und... oh nein, was wollte ich jetzt schon wieder?
... gibt den Tarif durch wie Omar Tarif...
... is HUNGRY.
... moschuskürbis.
... is content.
... kwvV lool //die wörter «kebaba loola» mit der linken hand um eine taste nach links verschoben geschrieben.
... braucht dringend einen funktionierenden USB-Stick.
... is really angry at fox searchlight's website.
... seit: höred uf jammere und schaffed.
... nyder det fyraften....! Efter en hård lang dag...!
... is playing tonight at the World Cafe Live and Fergie's.
... esch - tami - scho weder chrank.
... zahweh...
... HMPF!


(Der Schluss ist zugegeben etwas schwach, aber es handelt sich eben um fremdbestimmte Poesie...)

2008-12-29

Mysterium in der S-Bahn

Von unkultur @ 23:00 [ Dada (im Alltag) ]
Neulich gelesen in der S-Bahn: Das mysteriöse Wort

Sitz ¦ platz ¦ fahr ¦ plan

Das könnte bedeuten:

- Ein Fahrplan, der auf oder neben dem Sitzplatz liegt.
- Ein Plan für platzsparendes Fahren im Sitzen.
- Planmässiges Fahren auf geplatzten Sitzen.
- Plan zum Fahren auf Plätzen mit Sitzstreik.
- Plan für die Erziehung von Schlittenhunden („sitz!“ – „platz!“ – „fahr!“).
- In Planung: Sitzplätze für Fahrende (aufgepasst, Rassentrennung!)
- Plätze für Sitzende fahren plangemäss.
- Spitzenplätze für Festgefahrenes und Geplantes.

Das Wort ist ziemlich verwirrend, oder etwa nicht?

2008-12-18

Neuster Coup von Bitnik? SVP für sich gewonnen!

Von unkultur @ 23:27 [ Dada (im Alltag) ]
Auf „Opera Calling“ folgt „Bundeshaus Broadcasting“. Die Künstlergruppe Bitnik konnte offenbar Toni Brunner davon überzeugen, dreist mit einem Mikrophon die intimen Vorgänge im Nationalratssaal festzuhalten. Wer hätte gedacht, dass sich die SVP für derart subversive, linke Kunst begeistern kann?


© Yosev / PIXELIO

2008-11-13

Unbeblogbare Gefilde und fröhliches Geldverbrennen

Von unkultur @ 08:58 [ Dada (im Alltag) ]
Es ist Weltbewegendes geschehen, aber unkultur weilte in letzter Zeit in unbeblogbaren Gefilden. Physisch und psychisch. Sie möchte es allerdings nicht verpassen, auf das fröhliche (oder düstere?) Geldverbrennen hinzuweisen, das morgen von 17 bis 20 Uhr bei der Alten Börse stattfindet! Eingefädelt ist die Aktion vom Cabaret Voltaire (von wem sonst?), und die Einladung lautet vielversprechend:

„Während der Verbrennungszeremonie lässt der junge Künstler Robert Wolf seinen nackten Körper mit der Asche des verbrannten Geldes schwarz anmalen. Er stellt sich als Schwarzer Peter zur Verfügung und übernimmt die gesamte Schuld des Finanzdebakels.“

Quelle: pixelio.de, hmeberhardt

Jeder Zuschauer verpflichtet sich, eigenhändig eine mitgebrachte Banknote zu verbrennen. Wenn sich unkultur überlegt, dass sie jene Zehnernote wahrscheinlich in unnötigen Junkfood investieren würde, ist Verbrennen gar nicht die schlechteste Option...

2008-10-24

Der Missbrauch des Wortes Unkultur

Von unkultur @ 23:58 [ Dada (im Alltag) ]
In letzter Zeit liest unkultur immer öfter in Zeitungen und Blogs das Wort „Unkultur“. Als Schimpfwort für böse Banker und irregeleitete Politiker. Dabei hat doch unkultur nichts, aber auch gar nichts mit diesen Bankern und Politikern zu tun.

unkultur ist verwirrt und stürzt in eine Identitätskrise. Während andere in die Bankenkrise stürzen. Wenn es so weitergeht, muss sich unkultur bald in die Arme eines Kulturklempners werfen.


> Wie unkultur Unkultur definiert

2008-10-10

Die Jööös und die Bösen

Von unkultur @ 22:17 [ Dada (im Alltag) ]
Neulich habe ich im Blog von Perez Hilton gestöbert – ja, auch das gehört zu meinen Aufgaben als unkultur, auch wenn ich jetzt die Frage, ob Perez Hilton unter die Definition von Unkultur fällt, nicht erörtern möchte – und mir ist aufgefallen: Perez und der Papst haben eine auffallende Gemeinsamkeit.

Beide sitzen sie da und entscheiden darüber, wer als lieb und wer als verwerflich, wer als „cute“ und wer als „bitch“ zu gelten hat, und häufig ist nicht nachvollziehbar, was die Gründe für diese Urteile sind. Es gibt erstaunlich viele Gemeinsamkeiten in ihren Urteilen:

- Kinder, Tiere und sehr alte Menschen sind grundsätzlich jööö
- Sehr junge Frauen, die hübsch sind und noch keine Skandale hatten (sozusagen jungfräulich) sind lieb
- Frauen, die einen starken Willen haben und sich nicht nach den Massstäben seiner Hoheit hübsch machen, fallen in Ungnade; auf ihnen wird fortan erbarmungslos herumgetrampelt
- Leute die Drogen nehmen, sind böse, und man soll auch erbarmungslos auf ihnen herumtrampeln

Bei den Männern sind sich die beiden allerdings nicht ganz einig: Für Perez sind grundsätzlich Schwule OK; Heteros werden eher skeptisch beäugt. Ich bezweifle, dass der Papst diese Sichtweise teilt.

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