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<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de"><title>unkultur</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://unkultur.blueblog.ch/"/><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://unkultur.blueblog.ch/atom/"/><updated>2009-11-28T11:21:56Z</updated><id>http://unkultur.blueblog.ch/</id><subtitle>Radikal pers&#xF6;nlich &amp; selektiv berichte ich nicht &#xFC;ber die kulturellen Events, &#xFC;ber die man einfach berichten MUSS, sondern &#xFC;ber Poetry Slams, Nischenkultur, Attit&#xFC;den von Kulturschaffenden, Kulturpolitik, Kultur als Standortfa</subtitle><generator>http://www.kaywa.com/?v=1.0</generator><rights>Copyright by KAYWA AG - Services for the mobile Internet</rights><entry><title>2012</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://unkultur.blueblog.ch/erdungsgarnitur/2012.html"/><id>http://unkultur.blueblog.ch/erdungsgarnitur/2012.html</id><published>2009-11-28T11:21:56Z</published><updated>2009-11-28T11:21:56Z</updated><summary>Insgesamt ist mein Leben nicht anstrengender geworden, seit ich st&#xE4;ndig das gelbe Schildchen mit der Aufschrift...</summary><author><name>unkultur unkultur</name></author><contributor><name>unkultur unkultur</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Insgesamt ist mein Leben nicht anstrengender geworden, seit ich st&#xE4;ndig das gelbe Schildchen mit der Aufschrift &#x201E;Bioterrorist&#x201C; &#x2013; das sei Englisch und darum nicht geschlechterdiskriminierend, hat man mich belehrt &#x2013; auf mir tragen muss, sobald ich das Haus verlasse. Die toleranten Passanten versuchen, ihren Blick gleichg&#xFC;ltig &#xFC;ber mich hinwegstreifen zu lassen, als &#xFC;bers&#xE4;hen sie v&#xF6;llig, dass ich mit einem Makel behaftet bin, und M&#xFC;tter zerren ihre Kinder m&#xF6;glichst diskret in den sicheren Abstand von zwei Metern zu mir, wenn ich auf dem Trottoir an ihnen vor&#xFC;bergehe.<br xmlns=""/>
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In der Migros l&#xE4;sst man mir oft den Vortritt, wenn ich mit meiner XL-Atemmaske und den Wegwerfhandschuhen auf die Kasse zusteure, und die Kassiererin bedenkt mich nur kurz mit einem vernichtenden Blick, bevor sie selbst ihre Spezialausr&#xFC;stung &#xFC;berstreift. Wenigstens darf ich noch in der Migros einkaufen. Viele Einkaufsl&#xE4;den haben bereits Schilder bei der T&#xFC;r angebracht, dass der Eintritt f&#xFC;r Bioterroristen &#x2013; so nennt man uns Impfverweigerer &#x2013; verboten sei. Wenn die Migros zu guter Letzt auch mitmacht, werde ich auf die Gunst meiner wenigen verbliebenen Freunde angewiesen sein, die mir jeweils ein paar Lebensmittel in einer Tasche vor die T&#xFC;r stellen, klingeln und rasch wieder gehen. Ich verstehe ihre Distanziertheit; mit Bioterroristen befreundet zu sein, bringt einige Nachteile mit sich.<br xmlns=""/>
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Regelm&#xE4;ssig begegne ich auf der Strasse anderen Bioterroristen, aber mir f&#xE4;llt auf, dass es weniger geworden sind. Es ist nicht etwa so, dass wir uns als Verb&#xFC;ndete freundlich gr&#xFC;ssen. Das k&#xF6;nnte ja von normalen Menschen als bedrohliche Zusammenrottung interpretiert werden, und jemand k&#xF6;nnte die Polizei rufen. Was dann genau passiert, weiss ich nicht. Man hat ja von den Resozialisierungszentren geh&#xF6;rt, in denen man einen mehrw&#xF6;chigen Impf- und Gesundheitsschulungsmarathon zu absolvieren habe. Man munkelt aber auch von menschlichen Versuchskaninchen, von denen in den Labors der WHO und des BAG immer mehr ben&#xF6;tigt w&#xFC;rden. Jedenfalls halte ich mich fern von meinen Mitdissidenten.<br xmlns=""/>
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Dabei k&#xF6;nnte ich Gesellschaft brauchen. Seit ich nicht mehr arbeite &#x2013; vorl&#xE4;ufig bezahlt die IV mit Murren auf Grund der diffusen psychologischen Unzul&#xE4;nglichkeit, die mir attestiert wurde, und wenn alle Stricke reissen, springt hoffentlich die Sozialhilfe ein &#x2013; ist mir manchmal etwas langweilig. Ich versuche, zu normalen Zeiten das Haus zu verlassen und heimzukehren. Meine Nachbarn sollen nicht merken, dass ich meinen Job verloren habe; sonst werden sie sich zusammenreimen, dass ich eine besonders renitente Bioterroristin bin, und werden wom&#xF6;glich die Hausverwaltung &#xFC;ber meinen Status informieren. Ich glaube nicht, dass es rechtliche Grundlagen f&#xFC;r eine Wohnungsk&#xFC;ndigung wegen Impfverweigerung gibt (noch nicht), aber die werden sich mit Leichtigkeit einen anderen Grund ausdenken.<br xmlns=""/>
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Der Spezialarzt, den ich einmal pro Woche aufsuchen muss, ist jedes Mal erstaunt, wie gesund ich bin. Statt sich dar&#xFC;ber zu freuen, grummelt er m&#xFC;rrisch hinter seinem Ganzk&#xF6;rperschutzanzug hervor und k&#xFC;ndigt mir an, dass er weitere Tests ausf&#xFC;hren werde. So gesund wie jetzt war ich noch nie. Vermutlich, weil ich durch den fehlenden menschlichen Kontakt keinerlei Bakterien oder Viren mehr ausgesetzt bin. Ich habe auch genug Bewegung; gehe t&#xE4;glich stundenlang im Friedhof Sihlfeld spazieren und habe sogar im Winter einen h&#xFC;bsch gebr&#xE4;unten Teint.<br xmlns=""/>
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Gl&#xFC;cklicherweise m&#xFC;ssen wir Bioterroristen noch keine Glocke mit uns herumtragen, obwohl einige Politiker das bereits fordern. Das w&#xE4;re um Einiges l&#xE4;stiger als das gelbe Schildchen. Auch wenn ich im Prinzip das Argument verstehe, dass auch die sehbehinderten Menschen vor uns gesch&#xFC;tzt werden m&#xFC;ssen. Wenn diese Neuerung eingef&#xFC;hrt wird, tue ich es vielleicht vielen Impfgegnern gleich und wandere aus in ein Land, wo wir nicht diskriminiert werden. Nicht, dass diese L&#xE4;nder um die Ecke liegen w&#xFC;rden &#x2013; &#xC4;thiopien w&#xE4;re eine Option, der Irak und sonst eine handvoll L&#xE4;nder &#x2013;, und Fl&#xFC;ge buchen oder im Zug reisen d&#xFC;rfen wir schon lange nicht mehr. Mein Reisepass und mein F&#xFC;hrerschein wurden selbstverst&#xE4;ndlich konfisziert. Trotzdem sollte es kein Problem sein, eine Transportm&#xF6;glichkeit zu finden: Das Schlepper-Business floriert.<br xmlns=""/>
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Doch vorl&#xE4;ufig bin ich noch hier in Z&#xFC;rich. In Trams und Bussen bin ich nicht mehr zugelassen, aber das ist nicht schlimm. Schliesslich habe ich&#x2019;s nicht eilig, irgendwo hinzukommen. W&#xE4;hrend die Berufst&#xE4;tigen an mir vorbeihasten, sitze ich auf den Treppenstufen vor einer Kirche &#x2013; nicht dass ich pl&#xF6;tzlich religi&#xF6;s geworden w&#xE4;re, aber das hier ist einer der wenigen Pl&#xE4;tze, von denen man mich noch nie verjagt hat &#x2013; und &#xFC;be mich in Musse. Nein, mein Leben ist nicht anstrengender geworden, im Gegenteil.<br xmlns=""/>
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Pl&#xF6;tzlich ein leises metallisches Scheppern zu meinen F&#xFC;ssen. Jemand hat mir eine M&#xFC;nze hingeworfen.</div></content></entry><entry><title>Die Zwischenr&#xE4;ume</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://unkultur.blueblog.ch/musik/die-zwischenraeume.html"/><id>http://unkultur.blueblog.ch/musik/die-zwischenraeume.html</id><published>2009-10-29T07:42:45Z</published><updated>2009-10-29T07:42:45Z</updated><summary>Das gestrige jazznojazz-Konzert des Brad Mehldau Trio hat mir wieder mal eindr&#xFC;cklich gezeigt, dass bei gutem Jazz nicht...</summary><author><name>unkultur unkultur</name></author><contributor><name>unkultur unkultur</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Das gestrige jazznojazz-Konzert des Brad Mehldau Trio hat mir wieder mal eindr&#xFC;cklich gezeigt, dass bei gutem Jazz nicht die T&#xF6;ne das Entscheidende sind, sondern das Ausgeklammerte, die Zwischenr&#xE4;ume, so wie in einem guten Roman die Begriffe, um die es geht, nie genannt werden, oder, um ein prosaischeres Beispiel zu nennen, bei einem Scherenschnitt die St&#xFC;cke, die herausgeschnitten wurden und durch ihre Abwesenheit hervorstechen, das Werk ausmachen.<br xmlns=""/>
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Dieses Prinzip geht noch viel weiter; die Musik der Mitglieder des Trios schwebte auch &#xFC;ber der B&#xFC;hne, wenn die Instrumente schwiegen, etwa wenn der Kontrabass nach einem gewaltigen Solo verstummt war und jetzt, w&#xE4;hrend Piano und Schlagzeug mit einer meisterhaften Munterkeit vor sich hinpl&#xE4;tscherten, die Fata Morgana seiner Tongebilde weiterhin klar vor dem atemlosen Publikum stand.<br xmlns=""/>
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Fast schmerzhaft waren die spannungsgef&#xFC;llten Zwischenr&#xE4;ume, wenn die Musiker jeweils Atem sch&#xF6;pften und zu einem neuen St&#xFC;ck ansetzten.</div></content></entry><entry><title>Es ist wieder Event-Hochsaison</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://unkultur.blueblog.ch/dada/es-ist-wieder-event-hochsaison.html"/><id>http://unkultur.blueblog.ch/dada/es-ist-wieder-event-hochsaison.html</id><published>2009-10-26T21:17:42Z</published><updated>2009-10-26T21:17:42Z</updated><summary>unkultur (Facebook-Chat @ Anna): &#x201E;Hi Anna, kommst Du am Samstag an Event 1?&#x201C;
Anna (Facebook-Chat @ unkultur):...</summary><author><name>unkultur unkultur</name></author><contributor><name>unkultur unkultur</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">unkultur (Facebook-Chat @ Anna): &#x201E;Hi Anna, kommst Du am Samstag an Event 1?&#x201C;<br xmlns=""/>
Anna (Facebook-Chat @ unkultur): &#x201E;Samschtig gaht n&#xF6;d, da bini wahrschinli am Event 2, aber Friitig = absolute MUST!!!!&#x201C;<br xmlns=""/>
unkultur (Facebook-Chat @ Anna): &#x201E;Moment, Freitag ist irgendwas...&#x201C;<br xmlns=""/>
Bea (Skype @ unkultur): &#x201E;hey unkultur! vergiss nicht, dass wir am donnerstag an event 3 wollten!&#x201C;<br xmlns=""/>
Chris (twittert @ &#xD6;ffentlichkeit): &#x201E;Don&#x2019;t miss it! Thursday night: Spectacular Slam DJ Sukriz at Vacuum Club!&#x201C;<br xmlns=""/>
unkultur (Skype @ Bea): &#x201E;Donnerstag geht doch nicht, da hab ich Chris versprochen, dass wir an Event 4 gehen!&#x201C;<br xmlns=""/>
Bea (Skype @ unkultur): &#x201E;du musst das verschieben, honey, kannst event 3 unm&#xF6;glich verpassen!&#x201C;<br xmlns=""/>
Anna (Facebook-Chat @ unkultur): &#x201E;Was isch jetz mit Friitig? Hesches &#xF6;ppe?&#x201C;<br xmlns=""/>
Domi (Facebook-Statusmeldung @ &#xD6;ffentlichkeit): &#x201E;Reminder: Saturday Night unvergessliche Theater-Musikperformance mit dem internationalen Superstar Minimax!&#x201C;<br xmlns=""/>
Anna (Facebook-Chat @ unkultur): &#x201E;Oder weisch was, w&#xE4;nnis mir &#xFC;berlege: Samschtig isch doch besser! OK? Ich reserviers mir!&#x201C;<br xmlns=""/>
Esthi (SMS @ unkultur): &#x201E;Ciao bella, vergiss nicht, dass wir am Freitag das Fest f&#xFC;r Felix organisieren! Bist auf Skype? Ich komm auch gleich&#x201C;<br xmlns=""/>
unkultur (Skype @ Esthi): &#x201E;Ja, das blockier ich mir jetzt sofort in der Agenda!&#x201C;<br xmlns=""/>
unkultur (halblaut zu sich selbst): &#x201E;Freitag - oh shit!&#x201C;<br xmlns=""/>
unkultur (E-Mail @ Arbeitskollegen): &#x201E;Ciao Ivo, k&#xF6;nntest Du am Freitag evtl. meine Abendschicht &#xFC;bernehmen? Tausche gegen einen beliebigen Tag n&#xE4;chste Woche. Ausser nat&#xFC;rlich Mittwoch, da ist ja Event 5. LG, unkultur&#x201C;<br xmlns=""/>
unkultur (Facebook-Chat @ Anna): &#x201E;Sag mal, h&#xE4;ttest Du nicht Lust, am Samstag stattdessen an Event 6 zu kommen? Wird ne einmalige Sache&#x201C;<br xmlns=""/>
Anna (ist offline)<br xmlns=""/>
unkultur (E-Mail @ Anna): &#x201E;Sag mal, h&#xE4;ttest Du nicht Lust, am Samstag stattdessen an Event 6 zu kommen? Wird ne einmalige Sache&#x201C;<br xmlns=""/>
Bea (Skype @ unkultur): &#x201E;also h&#xF6;r mal, wenn du nicht bald antwortest, geb ich mein gratisticket jmd. anderem&#x201C;<br xmlns=""/>
unkultur (Skype @ Bea): &#x201E;Noch 1 Sekunde... habe selbst 2 Gratistickets&#x201C;<br xmlns=""/>
Bea (Skype @ unkultur): &#x201E;ah! wenn du nicht beide brauchst, kann ich eins davon an gabi weitergeben? sie m&#xF6;chte auch mit&#x201C;<br xmlns=""/>
Chris (SMS @ unkultur): &#x201E;Hey unkultur, you&#x2019;re on the list, so you better show up on Thu!&#x201C;<br xmlns=""/>
Bea (Skype @ unkultur): &#x201E;hab jetzt gabi versprochen, dass sie mitkommen kann, ok?&#x201C;<br xmlns=""/>
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<i xmlns="">unkultur (offline): Disconnect, disconnect, disconnect, disconnect.</i></div></content></entry><entry><title>Der Kadazz ist nur unter Kadazz kadazz &#x2013; Das Fazit</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://unkultur.blueblog.ch/kadazz/der-kadazz-ist-nur-unter-kadazz-kadazz-das-fazit.html"/><id>http://unkultur.blueblog.ch/kadazz/der-kadazz-ist-nur-unter-kadazz-kadazz-das-fazit.html</id><published>2009-10-24T10:54:16Z</published><updated>2009-10-24T10:54:16Z</updated><summary>Ich schulde meiner geneigten Leserin noch ein Fazit. Zwar ist sie sehr wohl in der Lage, selbst zu diesem zu gelangen, aber...</summary><author><name>unkultur unkultur</name></author><contributor><name>unkultur unkultur</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Ich schulde meiner geneigten Leserin noch ein Fazit. Zwar ist sie sehr wohl in der Lage, selbst zu diesem zu gelangen, aber ich bin sicher, sie sch&#xE4;tzt meine Gr&#xFC;ndlichkeit.<br xmlns=""/>
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Was also meine ich mit &#x201E;Der Kadazz ist nur unter Kadazz kadazz&#x201C;? W&#xE4;ren die beiden h&#xFC;bsch gemachten Frauen nicht in eine Kadazz-Quartierbeiz gegangen, sondern beispielsweise in eine Agglo-Spunte oder in einen Banker-Aufrissschuppen, w&#xE4;ren sie nicht als Kadazz erkannt und somit nicht f&#xFC;r ihre Regelverst&#xF6;sse bestraft worden.<br xmlns=""/>
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Ihnen w&#xE4;re vermutlich sogar wohlwollende Aufmerksamkeit zuteil geworden. Allerdings stellt sich die Frage, ob sich denn die beiden Abtr&#xFC;nnigen &#xFC;ber Aufmerksamkeit durch die Besucher der Agglo-Spunte bzw. des Banker-Aufrissschuppens gefreut h&#xE4;tten, und die Antwort liegt auf der Hand: Nein.<br xmlns=""/>
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(Ketzerische Frage: H&#xE4;tten sie sich &#xFC;ber die Aufmerksamkeit durch Kadazz gefreut? Leider ebenfalls nein. Nachdem beide vor kurzem ein kompliziertes Balzritual mit jeweils einem Kadazz erfolgreich beendet haben, ist mehrmonatige Erholung angesagt.)<br xmlns=""/>
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Fazit: Am besten einfach die <a xmlns="" href="http://unkultur.blueblog.ch/kadazz/die-kadazz-haben-nicht-achtgegeben.html" target="_self">ber&#xFC;hmt-ber&#xFC;chtigte Liste der Dinge, die ein Kadazz verachten muss</a>, beachten. Das erspart der beflissenen Kadazz viele Scherereien, Denkverrenkungen und Kr&#xE4;nkungen.</div></content></entry><entry><title>Der Kadazz ist nur unter Kadazz kadazz</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://unkultur.blueblog.ch/kadazz/der-kadazz-ist-nur-unter-kadazz-kadazz.html"/><id>http://unkultur.blueblog.ch/kadazz/der-kadazz-ist-nur-unter-kadazz-kadazz.html</id><published>2009-10-24T07:55:09Z</published><updated>2009-10-24T07:55:09Z</updated><summary>Nehmen wir mal an: Zwei Kadazz machen sich ein bisschen h&#xFC;bsch und gehen in die Quartierbeiz auf einen Drink oder zwei....</summary><author><name>unkultur unkultur</name></author><contributor><name>unkultur unkultur</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Nehmen wir mal an: Zwei Kadazz machen sich ein bisschen h&#xFC;bsch und gehen in die Quartierbeiz auf einen Drink oder zwei.<br xmlns=""/>
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Dieser harmlos wirkende Satz ist in Wirklichkeit vermintes Gel&#xE4;nde. Darin enthaltene W&#xF6;rter wie &#x201E;Quartierbeiz&#x201C; sind zwar absolut Kadazz-konform, das Wort &#x201E;h&#xFC;bsch&#x201C; hingegen steht weit oben auf der <a xmlns="" href="http://unkultur.blueblog.ch/kadazz/die-kadazz-haben-nicht-achtgegeben.html" target="_self">ber&#xFC;hmt-ber&#xFC;chtigten Liste der Dinge</a>, die ein Kadazz verachten muss, in Gesellschaft von Monstrosit&#xE4;ten wie &#x201E;chic&#x201C;, &#x201E;nett&#x201C;, &#x201E;aufgestellt&#x201C; oder &#x201E;rassig&#x201C;.<br xmlns=""/>
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Die beiden Kadazz wissen das nat&#xFC;rlich, und im Prinzip sind stimmen sie dem Verdikt der Liste zu. Bloss, heute hatten sie aus unerkl&#xE4;rlichen Gr&#xFC;nden trotzdem Lust, sich etwas <i xmlns="">h&#xFC;bsch</i> zu machen; sie haben sich Mut angetrunken und haben nun sogar die Unverfrorenheit, eine sehr kadazze Quartierbeiz zu betreten. Sie hegen die Hoffnung, sie w&#xFC;rden vielleicht nicht als Kadazz erkannt; man w&#xFC;rde sie f&#xFC;r verirrte Landeier halten.<br xmlns=""/>
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Wie t&#xF6;richt! Auf der Stelle werden sie erkannt. Irritierte Blicke empfangen sie, eisige Verachtung schl&#xE4;gt ihnen entgegen. Die Kadazz hinter der Bar beendet demonstrativ ein halbst&#xFC;ndiges Telefongespr&#xE4;ch, bevor sie geruht, die zwei zu bedienen. Die m&#xE4;nnlichen Kadazz r&#xFC;cken demonstrativ von den beiden Verr&#xE4;terinnen weg, um zu verdeutlichen, dass sie sich ganz bestimmt nicht von den vier h&#xFC;bschen Knien dort dr&#xFC;ben beeindrucken lassen.<br xmlns=""/>
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Nun gut, die beiden Kadazz tun ihr Bestes, um sich trotzdem zu am&#xFC;sieren. Endlich, nach einigen Stunden, taucht eine Gruppe m&#xE4;nnlicher zigeunerhafter Wesen in der Quartierbeiz auf. Und weil zigeunerhafte Wesen zwar sehr wohl Kadazz-konform sind, die Kadazz-Regeln aber selbst nicht kennen, setzen sie sich demonstrativ in die N&#xE4;he der beiden Abtr&#xFC;nnigen und tun ihr Interesse ziemlich unverhohlen kund.<br xmlns=""/>
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Endlich n&#xE4;hert sich einer aus der Gruppe &#x2013; der mit den wilden kohleschwarzen Augen &#x2013; einer der beiden Kadazz, setzt sich auf ihre Sofalehne und setzt zum Sprechen an.<br xmlns=""/>
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<i xmlns="">Die Kadazz denkt: Jetzt wird er mit heiserer Stimme und schwerem Akzent etwas richtig Verruchtes, Unsittliches, Abenteuerliches sagen, sodass alle anwesenden Kadazz err&#xF6;ten, ohne die gefl&#xFC;sterten Worte &#xFC;berhaupt geh&#xF6;rt zu haben. Die Welt wird f&#xFC;r ein paar Sekunden stillstehen, w&#xE4;hrend wir beide in diese Szene aus &#x201E;The Man Who Cried&#x201C; versetzt werden; Johnny Depp und Christina Ricci am Lagerfeuer verk&#xF6;rpern.</i><br xmlns=""/>
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Der Mann sagt: &#x201E;Hesch mer es Visitech&#xE4;rtli?&#x201C;<br xmlns=""/>
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Pl&#xF6;tzlich sind die beiden Kadazz sehr m&#xFC;de und n&#xFC;chtern. Es ist Zeit, das Experiment abzubrechen und nach Hause zu gehen.</div></content></entry><entry><title>Eine Umfrage: Ist Kunst.... </title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://unkultur.blueblog.ch/ich-weiss-dass-ich-nichts-weiss-kluturbanause/eine-umfrage-ist-kunst.html"/><id>http://unkultur.blueblog.ch/ich-weiss-dass-ich-nichts-weiss-kluturbanause/eine-umfrage-ist-kunst.html</id><published>2009-10-22T20:14:19Z</published><updated>2009-10-22T20:14:19Z</updated><summary>(W&#xE4;hle 5 W&#xF6;rter)

Fluchtpunkt?
Ablenkungsman&#xF6;ver?
Leitplanke?
Abstellgleis?
Selbstverwirklichung?...</summary><author><name>unkultur unkultur</name></author><contributor><name>unkultur unkultur</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">(W&#xE4;hle 5 W&#xF6;rter)<br xmlns=""/>
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Fluchtpunkt?<br xmlns=""/>
Ablenkungsman&#xF6;ver?<br xmlns=""/>
Leitplanke?<br xmlns=""/>
Abstellgleis?<br xmlns=""/>
Selbstverwirklichung?<br xmlns=""/>
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Festung?<br xmlns=""/>
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Unkultur?</div></content></entry><entry><title>Die Insel</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://unkultur.blueblog.ch/erdungsgarnitur/die-insel.html"/><id>http://unkultur.blueblog.ch/erdungsgarnitur/die-insel.html</id><published>2009-09-26T22:51:38Z</published><updated>2009-09-26T22:51:38Z</updated><summary>Inmitten von sattem Bassgewummer, Discokugelreflexen und Saxophon-Loops, zwischen gebr&#xFC;llten Unterhaltungsfetzen und...</summary><author><name>unkultur unkultur</name></author><contributor><name>unkultur unkultur</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Inmitten von sattem Bassgewummer, Discokugelreflexen und Saxophon-Loops, zwischen gebr&#xFC;llten Unterhaltungsfetzen und schlingernden K&#xF6;rpern sitzt in einer beinah sichtbaren Insel der Stille ein Typ an der Bar und l&#xF6;st Sudokus.<br xmlns=""/>
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Er ist ein Bild h&#xF6;chster Konzentration, wie er den Kopf in die H&#xE4;nde st&#xFC;tzt, reglos auf das Blatt vor sich starrt und hin und wieder mit befriedigtem Blick eine Zahl aufs Papier kritzelt.<br xmlns=""/>
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&#x201E;Recht hat er&#x201C;, denke ich, &#x201E;Verdammt, wie Recht er hat!&#x201C;. Ich weiss allerdings nicht genau, was ich damit meine &#x2013; dass er was anderes tut als alle anderen? Dass es ihm egal ist, was man von ihm denkt? Dass er sich eingesteht, wie langweilig das Leben im Allgemeinen und Parties im Besonderen sind?<br xmlns=""/>
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Wie auch immer, ich w&#xFC;nschte mir, diese Insel der Stille w&#xFC;rde mich aufnehmen. Tut sie nat&#xFC;rlich nicht. Stattdessen nehme ich noch einen Schluck und bewege vorsichtig meine F&#xFC;sse in den schmerzenden Schuhen, ohne eine Miene zu verziehen.</div></content></entry><entry><title>Die allm&#xE4;chtige Liste</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://unkultur.blueblog.ch/kadazz/die-allmaechtige-liste.html"/><id>http://unkultur.blueblog.ch/kadazz/die-allmaechtige-liste.html</id><published>2009-09-22T06:42:05Z</published><updated>2009-09-22T06:42:05Z</updated><summary>Da ist sie nun also, die Liste, unsichtbar zwar, aber als alleinige moralische Instanz unter den Kadazz mit einer enormen...</summary><author><name>unkultur unkultur</name></author><contributor><name>unkultur unkultur</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Da ist sie nun also, die Liste, unsichtbar zwar, aber als alleinige moralische Instanz unter den Kadazz mit einer enormen Macht ausgestattet. Wie so oft bei G&#xF6;ttern hat eine Idee, die von den Menschen selbst erschaffen wurde, pl&#xF6;tzlich eine Eigendynamik entwickelt und ist &#xFC;berm&#xE4;chtig geworden.<br xmlns=""/>
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Das Kadazztum hat seine Bl&#xFC;te noch nicht erreicht: Es hat noch keine Prophetin. Ja, eine Prophetin m&#xFC;sste es sein, denn obwohl dem Kadazztum ebenso viele M&#xE4;nner wie Frauen angeh&#xF6;ren, ist es ganz klar eine weiblich gepr&#xE4;gte Glaubensgemeinschaft. Nat&#xFC;rlich gibt es einige Aspirantinnen aus Z&#xFC;rich, aber die sind noch nicht reif. Nat&#xFC;rlich gibt es Miranda July, die aber einen entscheidenden Makel hat: Dass sie nicht Z&#xFC;rcherin ist.<br xmlns=""/>
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Da stehen also die Kadazz ziemlich verloren mit ihrer Liste und wissen nicht, was sie damit anfangen sollen. Sie warten auf eine heisere, Z&#xFC;ri-Slang sprechende Frauenstimme, die ihnen sagt, dass die Liste legitim ist. Dass sie auf dem richtigen Weg sind. Damit sie nicht mehr t&#xE4;glich zweifeln m&#xFC;ssen und sich fragen, ob sie nicht auswandern sollten nach Kopenhagen oder Amsterdam oder sogar ins B&#xFC;ndnerland.<br xmlns=""/></div></content></entry><entry><title>Die Kadazz haben nicht achtgegeben</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://unkultur.blueblog.ch/kadazz/die-kadazz-haben-nicht-achtgegeben.html"/><id>http://unkultur.blueblog.ch/kadazz/die-kadazz-haben-nicht-achtgegeben.html</id><published>2009-09-21T21:22:10Z</published><updated>2009-09-21T21:22:10Z</updated><summary>Eine Kadazz ist beispielsweise im Mittelland-Mittelstand aufgewachsen, FDP-reformiert-impr&#xE4;gniert. (Es gibt da noch...</summary><author><name>unkultur unkultur</name></author><contributor><name>unkultur unkultur</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Eine Kadazz ist beispielsweise im Mittelland-Mittelstand aufgewachsen, FDP-reformiert-impr&#xE4;gniert. (Es gibt da noch diverse m&#xF6;gliche Zusammensetzungen, aus denen Kadazz hervorgegangen sind, zu erg&#xE4;nzen durch meine gesch&#xE4;tzte Leserschaft). Alles, was die Kadazz wollte, war: Da raus! In ihrem ersten Moment der Klarheit im zarten Alter von ungef&#xE4;hr 12 Jahren schwor sie sich: &#x201E;Niemals, niemals werde ich sagen: Man macht das so.&#x201C;<br xmlns=""/>
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Aber die Kadazz hat nicht achtgegeben. Wo steht sie jetzt, und wo stehen all ihre Kadazz-Kollegen? Wohl sagen sie nicht &#x201E;Man macht das so&#x201C;; sie wagen es nicht mal zu denken, aber irgendwo in ihrem Kopf haben sie diese Doktrin wieder eingef&#xFC;hrt, mit eigenen neuen Parametern sich selbst &#xFC;berlistet, und nun leben sie st&#xE4;ndig nach einem unh&#xF6;rbaren, unsichtbaren &#x201E;Das mag man&#x201C; oder &#x201E;Das mag man nicht&#x201C;.<br xmlns=""/>
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<b xmlns="">Die Kadazz sind konservativ</b>. Auch wenn sie es sich niemals eingestehen w&#xFC;rden.<br xmlns=""/>
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Sie leben mit einer Liste von Dingen, die man m&#xF6;gen darf und Dingen, die man nicht m&#xF6;gen darf. (Selbstverst&#xE4;ndlich w&#xFC;rden sie auch unter Folter nicht zugeben, dass diese Liste existiert). Auf der Liste der <b xmlns="">Dinge, die man m&#xF6;gen darf</b>, stehen die voraussehbaren Dinge wie Flohm&#xE4;rkte (nicht alle, aber der Flohmi am Helvetiaplatz ganz bestimmt), Ethno-Schals, Rennvelos, Stuckatur-Decken, Vintage-Designm&#xF6;bel (es gibt da eine ganz bestimmte Marke, aber als nicht-eingeweihte Nicht-Kadazz kenne ich die nicht), Musu Meyer, Miranda July (wenn sie in Z&#xFC;rich lebte, w&#xE4;re sie die Essenz des Kadazztums), Wasabi-N&#xFC;sse, das Playlust-Blog, Istanbul, das Helsinki, Tischfussball.<br xmlns=""/>
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Gewisse Dinge auf dieser Liste werden bedauerlicherweise nach einer gewissen Zeit von einem zu breiten Mainstream gemocht. Einige werden dann aus der Liste gekippt, w&#xE4;hrend andere problemlos weiterhin gemocht werden d&#xFC;rfen, weil sie unverzichtbar sind (z.B. Mac, Ballerinas, zu Handtaschen umgebaute Plastik-Einkaufstaschen). Allerdings muss die Kadazz von nun an ein ironisch gebrochenes Verh&#xE4;ltnis zu diesen Dingen demonstrieren; sie muss dann Aussagen machen wie &#x201E;Ich mag ja den Geschmack von Tr&#xFC;ffel&#xF6;l, aber es riecht wie Schweiss&#x201C; oder (frei nach Mich&#xE8;le Roten) &#x201E;<b xmlns="">Seit ich 30 bin, f&#xFC;hle ich mich zu erwachsen f&#xFC;r mein iPhone</b>&#x201C;. Oder, was der Wahrheit am n&#xE4;chsten kommt: &#x201E;Ich komme mir etwas langweilig vor, weil das Rosso immer noch zu meinen Lieblingsrestis z&#xE4;hlt.&#x201C;<br xmlns=""/>
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Selbstverst&#xE4;ndlich gibt es auf jeder Kadazz-Liste etliche Joker-Positionen, die ganz kreativ besetzt werden d&#xFC;rfen, damit das <b xmlns="">Eklektische</b> und der exotische, eigenst&#xE4;ndige Geschmack nicht zu kurz kommen. Wenn eine Kadazz ein ausgewogenes Innenleben hat, darf sie ohne Scham folgende Dinge m&#xF6;gen und sich auf ihre K&#xFC;hnheit etwas einbilden: das Schweizer Alternativ-Volksmusik-Quartett Quantensprung, den Zirkus Monti, Zahnarztbesuche, wollene handgestrickte Unterhosen, Rinderh&#xE4;lften direkt vom Bio-Bauern (wird schon bald zur obligatorischen Liste wechseln), Antarktistouren, Kutteln, Durian-Fr&#xFC;chte, das Nichtrauchen, alte Mercedes, t&#xFC;rkis-hellgelb-gestreifte Unterw&#xE4;sche, Landhockey.<br xmlns=""/>
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Und nun zur kilometerlangen Schwarzen Liste, der ber&#xFC;hmt-ber&#xFC;chtigten Liste der <b xmlns="">Dinge, die eine Kadazz verachten muss</b>: Sie beginnt bei French Nails, f&#xFC;hrt &#xFC;ber Dan Brown und Motorr&#xE4;der mit Seitenwagen und endet bei weisser Schokolade. Selbstverst&#xE4;ndlich sind da sehr viele Namen von Politikern aufgef&#xFC;hrt, wobei diejenigen, die von der Mehrheit der Bev&#xF6;lkerung sowieso gehasst werden (beispielsweise die 3 Bs), nicht extra erw&#xE4;hnt werden m&#xFC;ssen.<br xmlns=""/>
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Als Regel gilt: Wer die Existenz dieser Liste am vehementesten abstreitet (wir werden&#x2019;s in den Kommentaren lesen), lebt am striktesten nach einer Liste. Auch wenn die vielleicht etwas anders aussieht. Der Kadazz, der <b xmlns="">die Liste</b> zu ignorieren vorgibt, ist Meister der Bigotterie. Aber was w&#xE4;re anderes zu erwarten, bei dieser Herkunft.<br xmlns=""/></div></content></entry><entry><title>&#xDC;ber Selbstausbeutung und Selbstbestimmung</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://unkultur.blueblog.ch/ich-weiss-dass-ich-nichts-weiss-kluturbanause/ueber-selbstausbeutung-und-selbstbestimmung.html"/><id>http://unkultur.blueblog.ch/ich-weiss-dass-ich-nichts-weiss-kluturbanause/ueber-selbstausbeutung-und-selbstbestimmung.html</id><published>2009-09-15T20:55:10Z</published><updated>2009-09-15T20:55:10Z</updated><summary>Hochinteressant, was Frau Zappadong heute &#xFC;ber die Situation von Kulturschaffenden geschrieben hat, und auch was Bruder...</summary><author><name>unkultur unkultur</name></author><contributor><name>unkultur unkultur</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Hochinteressant, was <i xmlns="">Frau Zappadong</i> heute &#xFC;ber die Situation von Kulturschaffenden <a xmlns="" href="http://zappadong.blogspot.com/2009/09/heidis-peters-teil-ii.html" target="_blank">geschrieben hat</a>, und auch was <i xmlns="">Bruder Bernhard</i> darauf antwortet.<br xmlns=""/>
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Ich nehme mir die Freiheit heraus, anstelle einer beeindruckend strukturierten Abhandlung einige lose Gedankenfragmente dazu in die Welt zu setzen.<br xmlns=""/>
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<b xmlns="">Die Unzertrennlichen</b><br xmlns=""/>
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Die Schl&#xFC;sselw&#xF6;rter in Zappadongs Beitrag sind ganz klar &#x201E;Selbstbestimmung&#x201C; und &#x201E;Selbstausbeutung&#x201C;. Die beiden sind in der Welt der Kunst und Kultur &#x2013; und auch in vielen anderen Bereichen &#x2013; ein unzertrennliches Paar. Letztendlich l&#xE4;uft es auf die Frage hinaus: Ist Selbstbestimmung ohne Selbstausbeutung m&#xF6;glich? (<i xmlns="">Bruder Bernhard</i> w&#xFC;rde wohl sagen: Ja. Ich w&#xFC;rde sagen: Nein.)<br xmlns=""/>
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<b xmlns="">S&#xE9;raphine</b><br xmlns=""/>
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Man schaue sich den grossartigen Film &#x201E;<a xmlns="" href="http://www.seraphine-lefilm.com" target="_blank">S&#xE9;raphine</a>&#x201C; an (auch empfehlenswert, wenn man sich nicht f&#xFC;r dieses Thema interessiert). Die wirklichen Probleme von S&#xE9;raphine fangen in dem Moment an, in dem sie alle Mittel zur Verf&#xFC;gung hat, die sie sich nur vorstellen kann. Zugegeben, die meisten K&#xFC;nstler haben eine robustere Psyche als sie. Der Fall ist &#xFC;berzeichnet, und trotzdem ist es aufschlussreich zu beobachten, wie der Gr&#xF6;ssenwahn langsam einsetzt.<br xmlns=""/>
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<b xmlns="">Woher kommt die Freiheit?</b><br xmlns=""/>
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Zappadong spricht das Gef&#xFC;hl der Freiheit an. Nur: Woher kommt die Freiheit? Offenbar nicht von der Selbstausbeutung, denn &#x201E;Ausbeutung&#x201C; hat mit &#x201E;Zwang&#x201C; zu tun oder zumindest mit &#x201E;Manipulation&#x201C;. Allerdings auch nicht vom Geld, siehe S&#xE9;raphine. Vielleicht findet sich ein kleines Fitzelchen Freiheit irgendwo in dem heiklen Balanceakt zwischen den beiden Extremen.</div></content></entry></feed>
