2007-02-28

ronorp: Von „Sub“ zu „Masse“

Von unkultur @ 23:57 [ Kluturbanause ]
Wir kennen es alle, das Phänomen: Subkultur wird unweigerlich zur Massenkultur. Die Geschichten der HipHop oder Soul-Helden, die zuerst „street“ waren, jetzt aber nur noch Massenware herstellen. Und die dann beteuern müssen, dass sie „still from the block“ sind. Wir alle wissen, dass die Street Parade ursprünglich „Sub“ war und jetzt „Masse“. Dieselbe Entwicklung lässt sich an ganzen Stadtkreisen von Zürich beobachten: Bald werde ich nicht mehr preisgünstig und hip in meinem Kreis 4 wohnen können.

Jetzt können wir live mitverfolgen, wie ronorp diese Entwicklung mitmacht: Irgendwann vor langer Zeit war er ein Geheimtipp, den nur die Allerhippsten kannten und selbstverständlich fleissig weiterempfahlen. Heute, mit der Abkehr vom reinen Mail-Newsletter und einem Schritt in Richtung Online-Community, sind zwar noch viele „Coole“ dabei – aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich auch hier die Masse tummelt. Und die Masse ist an sich uncool.

Prognose für die Zukunft daher: ronorp wird sich vom Aufbau her immer mehr craigslist annähern, die ebenfalls die Entwicklung von „Sub“ zu „Masse“ mitgemacht hat und heute von unkontrollierbaren Spam-Einträgen überflutet wird. Für eine gewisse Zeit wird es möglich sein, ronorp wie eine riesige Fundgrube zu nutzen. Bis man dann eines Tages feststellt, dass die Trendsetters alle abgesprungen sind – zur nächsten, vorläufig unbekannten Plattform. Spätestens dann wird es ronorp nicht mehr gelingen, einen Imagerutsch in Richtung „bünzlig“ abzuwenden.

Da gibt es natürlich noch myzuri – die haben es irgendwie geschafft, ein wenig „Sub“ zu bleiben (vielleicht, weil sie sich standhaft weigern, ihr Design erträglich zu machen?).

Da fällt mir ein weiteres interessantes Thema ein: Was ist eigtl. eine Szene? Aber darum kümmere ich mich dann – irgendwann zu einer weniger nachtschlafenden Stunde…

2007-02-27

„Zen-Funk“ - Nik Bärtsch im Bazillus

Von unkultur @ 09:58 [ Musik ]


Gestern Abend habe ich zum zweiten Mal einen Auftritt von Nik Bärtsch und seinen Mitmusikern erlebt. Die Unermüdlichen spielen jeden Montagabend im Bazillus Club. Mit dabei im Zen-Funk-Quintett „RONIN“ sind Nik Bärtsch, Kaspar Rast, Sha und Andi Pupato, sowie Björn Meyer, der gestern fehlte. Special Guest war diesmal Thomy Jordi (Bassist von Rostenstolz, Weyermann, Helge Schneider etc.). Das Projekt nennt sich „Ritual Groove Music“ und beinhaltet auch einen Workshop am Nachmittag. Unterstützt wird „RONIN“ von Pro Helvetia im Rahmen ihres Förderprogramms für Schweizer Jazz.

Was auch immer Zen-Funk sein soll – er zog mich während über zwei Stunden in seinen Bann. Was da vorne geschah, verlangte jedem einzelnen Musiker ein Höchstmass an Konzentration, Präzision und Professionalität ab. Einerseits nahm ich die Musik mit dem „Bauch“ wahr – die monotonen Rhythmen, die etwas Hypnotisierendes hatten; die umso überraschenderen Wechsel, die mir einen kleinen Adrenalinschub verpassten; die subtilen Klangfärbungen und minimalen Variationen davon; und nicht zuletzt der ästhetische, pure visuelle Auftritt. Andererseits waren es Klänge, die meinen Kopf zum Mitdenken anregten – unversehens versuchte ich, die Rhythmen zu entschlüsseln; war entzückt, einen 7/8- oder sogar 5/8-Takt zu entdecken; fühlte mich in die einzelnen Musiker hineinversetzt, wenn sie ihre Einsätze hatten.

Der Bazillus Club war gefüllt – was nicht schwierig ist bei einem kleinen Kellerlokal. Alle Stühle waren besetzt, und die meisten Zuhörer waren sichtlich gebannt. Was von Anfang an auffiel, war die perfekte Teamarbeit in der Band: Da gibt es keine Divas oder Selbstdarsteller. Wenn Nik Bärtsch das Geschehen auf der Bühne lenkt, dann tut er dies mit einer eleganten Diskretion. Die wenigen Soli hielten sich strikt an den dominierenden Grundrhythmus und wichen kaum von diesem ab. Ob die Musiker ihren Auftritt trotz des strengen Rahmens als lustvoll empfanden? – Ich hatte den Eindruck, ja! Obwohl ich ganz zuhinterst an der Wand sass, konnte ich hin und wieder ein Lächeln erspähen, das über die konzentrierten Gesichter zog. Während der kleine Drachen, ihr Maskottchen (?) ungerührt vor sich hinleuchtete…

Ach, übrigens: Es war das Konzert Nr. 117.

2007-02-25

Sturschädelig (Wort des Tages)

Von unkultur @ 21:31 [ Literatur/Sprache ]
Das heutige Wort des Tages:

"sturschädelig"
(in einer Zeitung gelesen)

2007-02-24

(Un)wort des Tages / Erlebnis des Tages

Von unkultur @ 00:38 [ Erdungsgarnitur ]
Das heutige (eigtl. genau genommen gestrige) Wort des Tages ist:

Trauungskapazität.


Und das Erlebnis des Tages:

In der öffentlichen Toilette grummle ich unartikuliert vor mich hin, weil es keinen Papierhandtuch-Spender gibt, sondern nur eine "Bakterienschleuder". Der Putzmann, der gerade laut vor sich hinsingend den Boden reinigt, überreicht mir eine Rolle WC-Papier. Perfekte Kommunikation oder perfektes Dienstleistungsverständnis?


Oh, und damit ich's nicht vergesse: Die heutige Auszeichnung für den (freiwillig oder unfreiwillig) dadaistischsten Blog geht an: Feuerpferd! (Dicht gefolgt von: Schakim)



P.S. Habe heute "La vie en rose" gesehen. Grossartig. Nicht verpassen!

2007-02-22

Dada rules!

Von unkultur @ 20:34 [ Dada (im Alltag) ]
Heute mach’ ich alles verkehrt, was eine Bloggerin verkehrt machen kann: Eigtl. sollte man ja Vernissagen und Finissagen ankündigen, bevor sie stattfinden, damit vielleicht noch ein paar Leute kommen (was dem Cabaret Voltaire gestern nicht geschadet hätte); wenn man aber im Rückblick darüber schreibt, sollte man wenigstens dort gewesen sein (und ich befinde mich eindeutig nicht an der Vernissage im Museum Bellerive, die in diesem Moment stattfindet. Ich muss hierzu vielleicht erklären, dass 80% meiner Motivation, an Vernissagen zu gehen, darin besteht, mich an den dortigen alkoholischen Getränken zu laben; und wenn ich schon vorher Kopfschmerzen habe, was heute der Fall ist, macht das keinen Sinn. Denkt bloss nicht, dass ich eine Kluturbanause bin – aber ich schau’ mir die Exponate lieber zu einem Zeitpunkt an, zu dem sich nicht 999 aufgetakelte, beschwipste Vernissage-Gäste davor tummeln.).

Also. Weshalb schreibe ich denn über die Finissage von gestern bzw. über die Vernissage von heute Abend? – Weil ich mir vorgenommen habe, eine Kategorie „Dada“ einzuführen, und dies ist nun der feierliche erste Eintrag in dieser Kategorie. In meinem Büchergestell steht Einiges zu dem Thema, denn im Gegensatz zum Phänomen „Slam Poetry“ – das ich übrigens für eine mind. ebenso bahnbrechende Bewegung halte, liegen doch seine Wurzeln z.T. in Impulsen, die aus Dada hervorgegangen sind – ist Dada alt genug, dass man ihn in Bücher verpacken kann.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Die Führung anlässlich der gestrigen Finissage der Ausstellung «Dada East? The Romanians of Cabaret Voltaire» war sehr interessant. Die Ausstellung dreht sich vor allem um die rumänischen Mitbegründer des Dada, Tristan Tzara und Marcel Janco. Sie tut dies mit Hilfe einer gut durchdachten, wenn auch vielleicht etwas aufdringlichen Licht- und Soundkulisse. Zu schade, dass der Direktor nicht da war; denn es ging sehr viel um Kommunismus, und er hätte da gut reingepasst… Zu sehen ist die Ausstellung jetzt noch in Sibiu, der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadt, später auch in Prag und weiteren Städten – für den Fall, dass jemand in nächster Zeit wieder einen Vorwand für eine Städtereise braucht.

Nach der Führung gab’s noch zwei sehens- und hörenswerte Präsentationen, eine davon vom rumänischen Künstlerpaar Mona Vatamanu und Florin Tudor, die sich unter anderem mit der gesellschaftlichen Bedeutung von Bauten in Bukarest befassen. Die beiden leben und arbeiten zurzeit in der Villa Sträuli, Kultursalon und Artists-in-Residence, in Winterthur, wo sie im Juni eines ihrer neuen Werke vorstellen werden.

Nun zur Vernissage: Heute wird im Museum Bellerive die Ausstellung zu Sophie Taeuber-Arp eröffnet. Diese Allrounder-Künstlerin war und ist sehr bedeutend für die Entwicklung der (Schweizer) Kunst – ebenso bedeutend wie Meret Oppenheim, die ich sehr bewundere – und natürlich eine der Ur-Dadaisten. Ich bin also wieder beim Thema Dada; seht Ihr, ich habe den Faden nicht verloren. Und ganz zum Schluss die guten Neuigkeiten: Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Mai geöffnet.

So, als Nächstes werde ich wieder an Vernissagen in kleinen, alternativen Galerien gehen; die sind zwar etwas knauseriger mit dem Alkohohl, aber dafür weniger anstrengend und liegen direkt vor meiner Haustür. Da soll es z.B. diese „Nachtigall“ an der Bäckerstrasse geben, die in Kürze ihre Eröffnungsparty feiert. In diesem Sinne: Gute Nacht.


P.S. Ich finde es erstaunlich, dass ich zu einem Eintrag mit dem Wort „erotisch“ im Titel null Reaktionen, zu einem Eintrag mit „fleissig“ im Titel jedoch mindestens 7 erhalten habe (wobei zugegebenermassen die Hälfte der 7 von mir selbst stammt). Sagt das etwas über die Schweizer (Blogger-)Mentalität aus? Oder liegt es schlicht und einfach an der Faszination von Leiterplattentransformatoren?

2007-02-21

Leiterplattentransformatoren oder Was bedeutet „fleissig“?

Von unkultur @ 17:45 [ Kluturbanause ]
Eigtl. wollte ich heute über den Unterschied zwischen Leiterplattentransformatoren und Drehstromtransformatoren schreiben, und vielleicht hätte ich bei dieser Gelegenheit wieder ganz unauffällig in einem Einschub einen meiner Lieblings-Slam-Poeten erwähnt – wie ich in platonischer, aber glühender Verehrung bei seinen Auftritten direkt unter der Bühne stehe und nach einem Funken Inspiration oder wenigstens einem Schweisstropfen lechze – aber stattdessen hat mich blue verwirrt, ja verstört mit seinem Eintrag, in dem er die fleissigsten Blogger aufzählte. Der Begriff „fleissig“ im Zusammenhang mit dem Bloggen will sich mir einfach nicht erschliessen. Bedeutet „fleissig“, dass ich als Bloggerin

  • möglichst viele Einträge verfasse (egal wie kurz oder lang)?
  • möglichst lange Einträge verfasse?
  • über eine möglichst lange Zeitspanne regelmässig viele und/oder lange Einträge schreibe?
  • fürs Schreiben auch von kurzen Texten viel Zeit, Energie und Scharfsinn aufwende, damit die Einträge zum Lesen besonders gut/interessant/witzig sind?
  • über möglichst populäre Themen schreibe?
  • Einträge schreibe, die vor allem blue gefallen?

  • alles Obengenannte?
Jetzt stellt Euch mal vor, wie verwirrt ich naive Anfängerbloggerin bin! Aber vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen… Denkt nun bitte nicht von mir, dass ich den Leiterplattentransformatoren und Drehstromtransformatoren ihre enorme Bedeutung aberkennen würde, aber heute musste ich einfach mal andere Prioritäten setzen.

2007-02-20

Ode an den Strichpunkt (mit erotischem Unterton)

Von unkultur @ 17:38 [ Literatur/Sprache ]
Ich mag sie nicht, die Erotik STRICHPUNKT nein, die Erotik mag ich nicht.“ Das ist ein Zitat von einem der mitreissendsten Schweizer Poetry Slammer – Ato Meiler, dem ich es nebenbei nie verzeihen werde, dass er seine Haarpracht geopfert hat (zu diesem Exkurs hat mich wohl Betas heutiger Beitrag im alphablog inspiriert).

Beim Poetry Slam geht es ums gesprochene WortSTRICHPUNKT doch auch beim gesprochenen Wort ist manchmal ein Satzzeichen ganz deutlich herauszuhören. Wie dieser wunderschön gesetzte Strichpunkt in der ersten Zeile von Atos Werk. Es könnte auch ein Gedankenstrich seinSTRICHPUNKT allerdings wäre dann die Pause etwas länger, und Ato könnte nicht mehr so atemlos sprechen. Und weil er dieses Slam-Stück eben atemlos vortragen muss – ich hoffe, er stimmt mir da zu – gibt sich die kaum wahrnehmbare Zäsur klar als Strichpunkt zu erkennen.

Es gibt die Strichpunkt-Liebhaber, die ihn etwas zu häufig einsetzen. Ich oute mich als eine von ihnen. Aber: Es gibt einige wenige Zeitgenossen, die unsere deutsche Sprache richtig beherrschen. Wenn er aus ihrer Feder (oder Tastatur) fliesst, ist der Strichpunkt ein Meisterstück an Eleganz und Zurückhaltung, ein vollkommen unprätentiöses und stilsicheres Instrument zur Strukturierung von vollendeten Sätzen, das jedem einigermassen einfühlsamen Menschen ehrfurchtsvolle Bewunderungsschauer über den Rücken jagen muss (wie dies Atos Auftritte tun). Mehr möchte ich dazu nicht sagenSTRICHPUNKT jedes weitere Wort wäre überflüssig.

Ich lebe trotzdem IN Zürich

Von unkultur @ 10:41 [ Standortvorteil ]
Sind die Themen „Wohnen“ und „Umzug“ unkultur-Themen? – Ja! Diese bewusst anti-serviceorientierte, unflexible Haltung, was Termine und Wohnungsabgabe anbelangt, die mich meine noch löcherübersäten Wände hochtreibt, und die aus solcher Umständlichkeit resultierenden horrenden Preise sind doch klare Merkmale der Schweizer (Un)Kultur.

Dazu irgendwann aus gesunder Distanz mehr – momentan wechsle ich lieber zu einem weniger emotionsgeladenen Thema. Ich ziehe von einer Wohnung im Kreis 4 in eine andere Wohnung im Kreis 4; sehr originell, ich weiss. Seit sechs Jahren lebe ich hier in der Gegend und bin eine überzeugte Kreis 4-Bewohnerin (und nein, ich nenne ihn nicht „Chreis Cheib“; das tun nur Pseudos).



Seit bald zehn Jahren lebe ich in Zürich. Ich fühle mich hier zu Hause. In der Gemeinde, in der ich aufgewachsen bin, kenne ich mich nicht mehr aus und habe dort auch keine Bekannten mehr. Aber sobald jemand an meinem Dialekt erkennt, dass ich nicht in Zürich aufgewachsen bin, ist für den Betreffenden klar: Sie ist keine Zürcherin. Sie wird nie eine sein. Sie ist eine Auswärtige.

Was soll’s. Ich kriege deswegen keine Identitätskrise (und verkünde auch nicht in ZVV-Manier: "Ich bin auch eine Zürcherin"). Ich werde auch bestimmt keinen Züridütsch-Kurs belegen ;-) Immerhin habe ich das Privileg, in einer der Städte mit der höchsten Lebensqualität weltweit zu leben, will man der Mercer-Studie glauben (und ja, ganz subjektiv bin ich geneigt, ihr zu glauben). Der Artikel im vorletzten TagiMagi zum grössenwahnsinnigen, provinziellen Zürich hat mich jedenfalls amüsiert!

Zu dieser Lebensqualität tragen unbestreitbar die Faktoren Kultur und Kreativwirtschaft bei, die zusammen eine der vier Säulen bilden, welche Zürich zu einer international attraktiven Stadt für Wirtschaft und Besucher machen. Wer sich dafür interessiert, was sich in diesem Umfeld tut, sollte am übernächsten Mittwoch das Treffen der Creative Zürich Initiative besuchen: Den Creative Zürich Wednesday im Cabaret Voltaire. (Ok, wer Visionen lächerlich findet, sollte nicht hingehen. Ich werde da sein.)

Allem Enthusiasmus zum Trotz sei an dieser Stelle erwähnt: Nein, ich lebe Zürich nicht. Glücklicherweise lebe ich immer noch in Zürich.


P.S. Ok, ich komme etwas spät mit dem Thema; alle anderen Blogger haben es schon früher abgehandelt. Aber da ich neu bin, darf ich mir das noch erlauben...

2007-02-18

Dead or Alive

Von unkultur @ 12:51 [ Poetry Slam/Spoken Word ]
Die Toten kehren über den Rubikon zurück… Ja, beim 10. Poetry Slam im Schiffbau werden Grössen der internationalen Weltliteratur – denen Schauspieler einen neuen Lebensfunken einhauchen – aus dem Jenseits gegen moderne Slam Poets antreten.

Die Poetry Slams halte ich momentan für etwas vom Besuchenswertesten in Zürich. Nicht zuletzt, weil die beiden Moderatoren Ko Bylanzky und Rayl Patzak herausragende Arbeit leisten. Zudem gibt es selbstverständlich einige Slammers, derentwegen sich jeder einzelne Poetry Slam-Besuch lohnt (wie es auch katastrophal unbegabte gibt; aber das ist gut für den Kontrast). Meinen Slam-Favoriten sowie denjenigen, die sich besser von den Slam-Bühnen fernhalten würden, werde ich nach dem nächsten Slam einen separaten Eintrag widmen.

Mein einziger „Vergällungs-Faktor“ an den Poetry Slams ist der Veranstalter :rubikon, weil (1) er so einfache Dinge wie die Bestätigung einer E-Mail-Reservation oder die logistische Organisation des Ticket-Abholens für vernachlässigbar hält, (2) einmal zwei hochpeinliche Grammatikfehler auf seiner Homepage hatte und auf meinen Hinweis nicht reagierte und (3) mir seine Grundhaltung etwas hochmütig erscheint, wobei dies eine auf (1) und (2) basierende Verallgemeinerung sein könnte.

Trotz (1), (2) und (3) bin ich :rubikon dankbar, dass sie mir "meine" Poetry Slams organisiert, und empfehle dringendst, den Slam am 31. März nicht zu verpassen!



P.S. Eine interessante Beschreibung von Spoken Word-Anlässen in den USA – wo Poetry Slams / Spoken Word ihre mit der HipHop-Kultur verwandten Wurzeln haben – findet sich übrigens in Zadie Smiths grandiosem Roman „On Beauty“. Wo ich doch schon dabei bin, für meine Lieblinge Werbung zu machen.

Die Büchse geöffnet

Von unkultur @ 11:21 [ Erdungsgarnitur ]


Heute habe ich pandora.com ausprobiert und mir meine eigene Radiostation zusammengestellt. Eine tolle Idee eigtl.! Bisher stimmt mich das Tool allerdings eher skeptisch: Ich habe Ursula Rucker, Erykah Badu, Jill Scott, Sinéad O'Connor, Lizz Wright, Moloko, De Phazz eingegeben - ok, vielleicht eine etwas verwirrende Kombination - und habe bis jetzt Songs gekriegt von: Jessica Simpson, Jewel, The Corrs ???

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